Black Hat SEO: Die Bösewichte der Suchmaschinenoptimierung

vonElena Grobbel
Die Suchmaschinenoptimierung ist ein erfolgversprechender Marketingkanal, allerdings meist ein langwieriger und aufwändiger Prozess. Beim Black Hat SEO versuchen die schwarzen Schafe der Marketing-Branche, die langwierigen SEO-Maßnahmen auf unnatürliche und meist illegale Weise zu beschleunigen. In diesem Beitrag erklären wir dir, welche Tricks die Black Hats der Suchmaschinenoptimierung auf Lager haben und wie erfolgreich SEO-Manipulationen tatsächlich sind.

Was ist Black Hat SEO?

Die Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) ist ein verhältnismäßig günstiger und nachhaltiger Kanal des Online-Marketings. Doch wer ein hohes Suchmaschinen-Ranking mithilfe von gezielten SEO-Maßnahmen erzielen möchte, braucht viel Geduld und Beständigkeit. Die Suchmaschinenoptimierung ist ein vergleichsweise langwieriger Prozess. Erfolge stellen sich meist erst nach mehreren Monaten ein. Insofern ist es wenig überraschend, dass einige Unternehmen versuchen, die strengen Richtlinien der Suchmaschinen zu umgehen und die gewünschten Effekte mit weniger Aufwand zu erreichen. Doch werden Regelverstöße von einer Suchmaschine erkannt, können Ranking-Abstrafungen die Folge sein und man erreicht das genaue Gegenteil. Einige Maßnahmen der Black Hat SEOs sind sogar illegal und können strafrechtlich verfolgt werden. Im Folgenden findest du eine Übersicht über einige beliebte SEO-Manipulationen der Black Hats unserer Branche.

Doorway Pages

Doorway Pages (auch Gateway, Bridge oder Entry Pages) sind Webseiten, die für Suchmaschinen optimiert sind und dadurch hohe Rankings erzielen. Nutzer haben jedoch keine Möglichkeit, auf diese Seiten zu gelangen – sie sind sozusagen unsichtbar. Doch wie genau funktioniert das?

Doorway Pages werden stark optimiert und sind dadurch weit oben im Suchmaschinen-Ranking zu finden. Dadurch klicken viele Nutzer auf ein entsprechendes Suchergebnis. Diese Nutzer gelangen daraufhin jedoch nicht zur Doorway Page, sondern werden mithilfe einer automatischen Weiterleitung zu einer anderen Website geführt. Bei dieser Seite handelt es sich um die eigentliche Onlinepräsenz, deren Sichtbarkeit mithilfe der Doorway Page erhöht werden soll. Von der Weiterleitung bekommt der Nutzer selbst in der Regel nichts mit. Wie der Name „Doorway Page“ bereits impliziert, handelt es sich also nur um eine Eintrittsseite, die Nutzern den Weg zur eigentlichen Website zeigt.

Und welchen Vorteil hat das Ganze für Websitebetreiber? Die Weiterleitung mit einer Doorway Pages bietet zwei Vorteile: Zum einen muss sich auf der eigentlichen Website nur noch wenig Text befinden, wodurch die eigentliche Seite übersichtlich bleibt und trotzdem gut in Suchmaschinen gefunden wird. Zum anderen lässt sich mithilfe einer Doorway Page die Linkpopularität der eigenen Seite effektiv steigern. Aus diesen beiden Gründen waren Doorway Pages früher stark verbreitet. Inzwischen erkennen Suchmaschinen diese Form der SEO-Manipulation allerdings meist.

Cloaking

Beim sogenannten Cloaking (engl.: Deckmantel) werden zwei unterschiedliche Websites unter derselben URL erstellt: Eine Seite für die Suchmaschine und eine für den Nutzer. Ein spezielles Skript kann daraufhin unterscheiden, ob es sich bei dem Seitenbesucher um den Roboter einer Suchmaschine oder einen tatsächlichen Nutzer handelt. Ähnlich wie bei den Doorway Pages können Nutzer durch das Cloaking mit einer hervorragenden Usability sowie ansprechenden Inhalten und effektiven Webdesigns überzeugt werden, während dem Bot vor allem suchmaschinenoptimierte Texte gezeigt werden. Auch diese SEO-Manipulation wird inzwischen von Suchmaschinen erkannt und meist sogar mit einem vollständigen Ausschluss der entsprechenden Seite aus dem Index abgestraft.

Google Bowling und negative SEO

Google Bowling (dt.: Google Kegeln), auch negative SEO oder negative Suchmaschinenoptimierung genannt, ist eine besonders aggressive Methode zur künstlichen Steigerung des eigenen Suchmaschinen-Rankings. Im Gegensatz zu den bislang vorgestellten Taktiken geht es beim Google Bowling nicht darum, die Bewertung der eigenen Website zu verbessern. Stattdessen wird mit verschiedensten Methoden versucht, den konkurrierenden Websites Schaden zuzufügen.

Eine Taktik des Google Bowlings ist die gezielte Erstellung von Duplicate Content (dt.: Doppelte Inhalte). Hier werden Seiteninhalte der Konkurrenz kopiert und vielfach im Web wiederverwendet. Eine weitere Möglichkeit wäre die Platzierung von Backlinks auf Seiten mit unangemessenen Inhalten wie illegalem Glückspiel oder Pornografie. Durch diese Links sinkt der Vertrauensfaktor der Konkurrenz-Websites und damit auch ihr Suchmaschinen-Ranking. Alternativ können die Websites der Mitbewerber in Link-Listen oder Spam-Blogs eingetragen werden. Jede dieser Methoden sorgt dafür, dass sich das Ranking der konkurrierenden Websites verschlechtert und die eigene Website in ihrer Platzierung automatisch nach oben rutscht.

Zur negativen Suchmaschinenoptimierung zählt außerdem auch das Hacking von Konkurrenz-Websites. Derartige Eingriffe in fremde Websites sind jedoch mehr als nur moralisch verwerflich. Sie können strafrechtlich verfolgt werden und eine Geld- oder sogar Haftstrafe nach sich ziehen.

Hidden Content

Früher konnten die Crawler der Suchmaschinen versteckte Inhalte nicht genau von tatsächlich gezeigtem Content unterscheiden. Der bewusste Einsatz von Hidden Content (dt.: versteckter Inhalt) war daher eine beliebte Methode um das eigene Suchmaschinen-Ranking künstlich zu erhöhen. Die einfachste Methode war damals, die Schriftgröße von Texten auf null zu setzen oder die Schriftfarbe dem Hintergrund anzupassen. Ein Klassiker ist demnach die weiße Schrift vor weißem Hintergrund. Es finden sich allerdings viele weitere Möglichkeiten, mit denen Inhalte ausschließlich für Suchmaschinen sichtbar gemacht werden konnten. Diese SEO-Manipulationen werden von Suchmaschinen jedoch schon seit Jahren erkannt und abgestraft.

Keyword Stuffing

Im Keyword Stuffing wird die Keyword-Dichte von Texten überoptimiert. Innerhalb eines Texts werden also möglichst viele Keywords platziert, ohne dabei Rücksicht auf die Lesbarkeit des Texts zu nehmen. Ziel ist es, den Text für eine Suchmaschine relevant wirken zu lassen. Diese Methode stammt allerdings aus den Anfangszeiten der Suchmaschinenoptimierung und wird inzwischen ohne Probleme von Suchmaschinen erkannt.

Was steckt hinter dem Begriff „Black Hat SEO“?

Der Begriff „Black Hat“ (dt.: Schwarzer Hut) hat sich im Bereich der Computersicherheit inzwischen längst etabliert. Hier stehen Black Hats für destruktive Hacker, die sich illegal und aus Eigeninteresse Zugang zu fremden Computersystemen verschaffen. Die Metapher des schwarzen Huts stammt allerdings aus einem völlig anderen Bereich: In klassischen Westernfilmen trägt der Bösewicht im Duell meist einen schwarzen Hut, während der Held mit einem weißen Hut dargestellt wird. Ein „White Hat SEO“ ist somit ein Marketer, der sich an die Richtlinien der Suchmaschinen hält und ausschließlich legale Maßnahmen zur Performance-Steigerung nutzt.

Grey Hat SEO: Marketing in der Grauzone

Wie so oft, lässt sich nicht alles ausschließlich in schwarz oder weiß sehen: Auch in der Suchmaschinenoptimierung findet sich ein gewisser Spielraum zwischen Rechtmäßigkeit und Illegalität. In dieser Grauzone befinden sich die sogenannten Grey Hat SEOs, zu denen beispielsweise viele Werbeagenturen zählen. Sie versuchen die verfügbaren SEO-Maßnahmen so weit wie möglich auszureizen. Im Gegensatz zu Black Hat SEOs befinden sich Grey Hats allerdings in einem strafrechtlich sicheren Bereich. Ein geringfügiger Rankingverlust stellt für sie die schlimmstmögliche Konsequenz dar.

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