Wie künstliche Intelligenz das Online-Marketing revolutioniert

vonIsabel Steinbach
Smart Home, Alexa und Chatbots: Künstliche Intelligenzen (KI) und maschinelles Lernen erobern immer größere Bereiche unseres Alltags. Auch im Online-Marketing spielen Sie eine immer größere Rolle: Wie Sie mit Hilfe von künstlichen Intelligenzen Ihr Online-Marketing ganz nach vorne bringen, erfahren Sie hier.

Maschinelles Lernen ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenzen und bedeutet so viel wie: „Wissen aus Erfahrung“. Der Logarithmus lernt also relevante Signale in Echtzeit zu analysieren und aus diesen Erfahrungen den Nutzer mit besseren Werbeanzeigen im richtigen Augenblick zu versorgen.

Gerade Google löst seine klassischen Kampagnenmodelle durch smarte Lösungen mit maschinellem Lernen ab. Doch was genau bedeutet smart?

#Smart Shopping

Smart Shopping Kampagnen sind eine Kombination aus klassischen Shopping- und Remarketing-Kampagnen im Google Display-Netzwerk. Das neue, smarte daran ist, dass der Google Algorithmus durch Erfahrung von den Usern lernt, welches Format und welche Produkte sie am meisten ansprechen und dann mit der Zeit nur noch diese „perfekten“ Anzeigen ausspielt, wodurch die Ergebnisse erheblich gesteigert werden sollen.

Des Weiteren berücksichtigt Google alle Daten, die von den Nutzern bekannt sind. Beispielsweise werden höhere Gebote abgegeben, sobald Google weiß, dass sich der jeweilige Nutzer nah am Kaufprozess befindet oder generell ein höheres Interesse an entsprechenden Produkten hat. Aber auch Tageszeiten, an denen sich die Produkte erfahrungsgemäß besser verkaufen, werden bei der Gebotsabgabe berücksichtigt.

Laut Google sollen mit der smart Shopping Kampagne die allgemeine Verwaltung vereinfacht, die Conversions maximiert und die Reichweite erhöht werden. Doch hält die smarte Kampagne was sie verspricht?

Es empfiehlt sich zunächst die smarte Shopping Kampagne parallel zur „klassischen“ Kampagne laufen zu lassen. Aufgrund des maschinellen Lernens benötigt die Kampagne eine gewisse Lernphase, um beste Ergebnisse erzielen zu können. Nach ungefähr einem Monat ist die Lernphase abgeschlossen und die beiden Kampagnen können verglichen werden.

Was sind die Elemente, die Google automatisch anpasst? Auf maschinellem Lernen basieren die Platzierung und die ausgestrahlten Produkte, das Gebot, die Teilnahme an einer Auktion, dynamisches Remarketing und Gebotsanpassung für bestimmte Zielgruppen. Die künstliche Intelligenz von Google nimmt die Entscheidungen der Nutzer auf: Mit welchen Shopping Anzeigen interagiert der Nutzer am häufigsten? Welche rufen keine Aktion hervor? Wie reagiert der Nutzer auf Remarketing-Banner im Displaynetzwerk? Diese Entscheidungen werden dann interpretiert und die individuell zugeschnittene Anzeige im Displaynetzwerk wird ausgestrahlt.

Weiterhin besitzt die smarte Shopping Kampagne Features, welche die klassische Kampagne nicht hat: Neben der Google Suche werden Anzeigen auch im Displaynetzwerk auf YouTube und bei Gmail ausgespielt. Auch hier werden Nutzersignale ausgewertet, genauso wie saisonale Nachfrage und Preisgestaltung.

 

KI reformieren das Online Marketing

Künstliche Intelligenzen sind auf dem Vormarsch.

 

#Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen (RSA)

Die Einbindung von künstlichen Intelligenzen bei Anzeigenformaten bietet ein unglaubliches Potenzial. Bei der RSA werden im Gegensatz zu der erweiterten Textanzeige keine festen Elemente verwendet, sondern einzelne Textbausteine erstellt. Diese werden dann vom Google Algorithmus zusammengestellt und getestet. So lernt Google welche Anzeige am besten zu den Suchbegriffen der Kunden passt, wodurch auch die Kampagnenleistung optimiert wird. Das Besondere: Es gibt jetzt die Möglichkeit bis zu 15 Titel zu erstellen und sogar 4 Beschreibungen mit jeweils 90 Zeichen hinzuzufügen. Damit gibt es viel mehr kreativen Freiraum in der Gestaltung der Anzeige.

Weiterhin sind personalisierte Anzeigen relevanter für den Nutzer und damit auch attraktiver. Sie bieten damit eine bessere Qualität und verbessern allgemein die Nutzererfahrung. Es kann genauer auf unterschiedliche Zielgruppen eingegangen werden und der User wird direkt angesprochen. Die Suchanzeigen werden damit individuell auf den Nutzer zugeschnitten und passen ideal auf seine Interessen: Die perfekte Anzeige ist geboren.

Auch hier ist es wichtig, dass der RSA Lernzeit eingeräumt wird, um genug Daten zu sammeln. Am besten laufen auch hier erstmal die erweiterten Textanzeigen parallel zu der RSA, um die Ergebnisse vergleichen zu können.

 #Künstliche Intelligenz im Social Media

Künstliche Intelligenzen spielen auch auf den Plattformen von sozialen Netzwerken eine große Rolle. Gerade bei Facebook kommt die KI zum Einsatz, um dem Nutzer perfekt auf ihn zugeschnittene Inhalte zu zeigen. Der Newsfeed soll die User mit Content versorgen, der sie auch wirklich interessiert. Dazu gehören auch „vorgeschlagene Seiten“, die für jeden Nutzer personalisiert sind. Einbezogen werden hier die Interaktionen mit anderem Content, Angaben auf dem eigenen Profil und Ortsangaben. Auch bei der Plattform Pinterest steuert ein Algorithmus die persönlichen Pins der User, indem die angeschauten Bilder des Nutzers interpretiert werden.

Selbstverständlich kommt auch bei Werbeanzeigen das maschinelle Lernen zum Einsatz. Das Ergebnis ist zielgerichtete Werbung, die gerade im Bereich Remarketing für Unternehmen sehr attraktiv ist.

#Fazit

Wissen was der Kunde will, bevor er es selber weiß ist der Traum jedes Marketingexperten. Mit künstlichen Intelligenzen ist man diesem Traum bereits einen Schritt nähergekommen. Denn jeder der online konsumiert, gibt Daten über sich preis, die von der KI ausgewertet werden können und das zukünftige Kaufverhalten vorhersehbarer machen.

Personalisierte Werbeanzeigen und Anzeigentexte sind heute bereits möglich und werden klassische Anzeigenformate nach und nach immer mehr ablösen. Künstliche Intelligenzen und maschinelles Lernen bieten damit sehr großes Potenzial für das Online-Marketing. Die Werbeanzeigen werden individueller und passen besser mit dem Nutzerinteresse zusammen. Dadurch ist es möglich Zielgruppen gezielter anzusprechen. Die Anzeigen werden attraktiver, wodurch die Conversions steigen, was wir auch schon bei vielen Kampagnen beobachten konnten.

Es gibt aber auch negativ Beispiele wie den Chatbot von Microsoft, der ein künstliches Teenager Mädchen namens „Tay“ darstellen sollte, um zu testen wie künstliche Intelligenzen vom Alltag lernen können. Das Ergebnis war, dass der Bot nach 16 Stunden abgeschaltet werden musste, weil er beleidigende und rassistische Aussagen von sich gab.

Natürlich gibt es mittlerweile sehr gut funktionierende Chatbots, das Beispiel macht aber deutlich, dass maschinelles Lernen menschliches Arbeiten unterstützen, aber niemals ersetzen sollte. Auch bei den smarten Lösungen von Google ist eine professionelle Betreuung extrem wichtig.

Wenn Sie noch mehr Fragen zu künstlichen Intelligenzen und smarte Lösungen haben, können Sie sich gerne bei uns melden.