Möglichkeiten des Display-Targetings bei Google Ads

vonMarcel Entrup & Philipp Steiger
Im fünften Magazin-Beitrag geht es darum, welche verschiedenen Möglichkeiten der Zielgruppenansprache es bei Display-Kampagnen bei Google Ads gibt.

Was ist meine Zielgruppe? Für welche Personen bin ich bereit etwas mehr auszugeben als für andere? Wen möchte ich gar nicht ansprechen?

Bei Displaykampagnen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, seine Zielgruppe anzusprechen. Grundsätzlich gilt die Werbung in Form von Displaybannern auf Websites als eine gute Möglichkeit, Nutzer erneut auf sich aufmerksam zu machen oder potenzielle Neukunden anzusprechen. Ist letzteres das Ziel, so möchten wir aber nicht jeden Nutzer ansprechen, der sich auf irgendeiner Website befindet, sondern nur diejenigen, die sich bspw. für mein Produkt interessieren und kaufbereit sind. Außerdem werden durch die gezielte Ansprache viele Fehlklicks vermieden und Geld eingespart sowie die Streuverluste so gering wie möglich gehalten.

Außerdem können bei Display-Kampagnen nicht nur Keywords verwendet werden, sondern vielmehr Zielgruppen von Nutzern definiert werden, denen wir unsere Werbung ausspielen möchten.
Doch was heißt das genau? Welche Zielgruppen kann ich definieren?

Grundsätzlich lassen sich Displaybanner auf folgenden Ebenen ausspielen:

  • Keywords der Websites
  • Interessen und Kaufverhalten der Zielgruppe (bspw. Wintersportler, BMW-Fahrer etc.)
  • Aktives Suchverhalten bzw. Absichten der Zielgruppe
  • Bisherige Interaktionen mit Ihrem Unternehmen
  • Demographische Merkmale (Alter, Geschlecht, Elternstatus, Haushaltseinkommen)
  • Themen der Websites (Womit beschäftigt sich die Website)
  • Placements (gezielte Websites lassen sich definieren, Apps, App-Kategorien)

Bei allen Ebenen ist es auch möglich, diese auszuschließen (z.B. wählen wir aus, dass Nutzer die Anzeigen zu sehen bekommen, die schon mal mit unseren Unternehmen interagiert haben, möchten aber nicht, dass diese Anzeigen auf bestimmten Websites platziert werden).

Insgesamt gibt es sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, welche aber ein großes Potenzial bieten: Wir können sehr granular vorgehen und genau die Zielgruppe definieren, die wir ansprechen möchten. Wir erreichen dann ausschließlich für uns relevante und potenzielle Kunden.

Hierzu ein Beispiel:

Wir sind ein mittelständisches Unternehmen, welches Männermode online und offline verkauft und für Seriosität und Qualität steht. Wir wollen eine „Sale-Aktion“ im Zeitraum von 14 Tagen online per Bannerwerbung bewerben. Es gibt 25 % Rabatt auf Hosen.
Nun können wir wie folgt vorgehen, um möglichst genau die Personen anzusprechen, die wirklich relevant sind:

  • Keywords der Website: z.B. Männermode, Mode, Kleidung, Hosen, Jeans (um nur ein paar zu nennen)
  • Interessen und Kaufverhalten der Zielgruppe: Schnäppchenjäger, Shopper, Modefans, …
  • Aktives Suchverhalten bzw. Absichten der Zielgruppe: Herrenbekleidung
  • Demographische Merkmale: Männer im Alter von mindestens 25 Jahren
  • Themen der Websites: Shopping, Kleidung, Bekleidungsdienstleistungen, Herrenbekleidung, Hosen & Shorts
  • Placements: hier beobachten wir, wo unsere Banner nach einiger Zeit ausgestrahlt wurden und schließen dann nicht gewünschte Websites aus. Außerdem schließen wir alle Apps aus, da hier Fehlklicks sehr häufig vorkommen.

Insgesamt gibt es im Bereich der Display-Kampagne und der dortigen Zielgruppenansprache sehr viele Möglichkeiten. Nutzer können sehr genau definiert werden und werden auf die Marke oder das Produkt aufmerksam gemacht. Wenn die Nutzer nicht klicken und die Banner lediglich sehen, entstehen außerdem keine Kosten und es können kostenlose Branding-Effekte erzielt werden.
Kampagnen im Displaynetzwerk benötigen eine ständige Beobachtung und müssen demnach optimiert werden. Je weniger Budget zur Verfügung steht, desto granularer sollten Sie auch vorgehen. Außerdem gibt es viele verschiedene Kampagnen-Formate der Banner. Doch dies ist ein Thema für einen weiteren Beitrag …