Google Shopping CSS: Eine neue Art von Google Shopping Anzeigen

vonMarcel Entrup, Philipp Steiger & Jonas Hengsbach
Google Shopping CSS: Was ist das überhaupt? Wo ist hier der Unterschied zu herkömmlichen Shopping Anzeigen? Wir zeigen es Ihnen!

Google Shopping bietet bereits seit längerer Zeit eine gute Möglichkeit, seine Produkte mit vielen Informationen sowohl in der Google Suche, als auch im Shopping Tab zu positionieren. Dort wurden ausschließlich Produkte, die über Google beworben wurden, positioniert.

Die EU-Kommission hat genau diesen Punkt kritisiert und von nun an muss Google auch Mitbewerber bei sich Anzeigen schalten lassen, da unlauterer Wettbewerb erkannt wurde. Google öffnet somit seine Anzeigenplattform im Bereich Shopping für externe Preisvergleichsseiten (CSS Partner).

CSS steht hierbei für Comparison Shopping Services, also Preisvergleichsdienste. CSS betrifft jedoch nur die Google Suche und nicht den Shopping Tab.

Für den Nutzer selbst ändert sich hierdurch jedoch nicht viel: Lediglich die externen Preisvergleichsseiten, die diese Anzeigen schalten, sind erkennbar (rot markiert):

# Was ändert sich für den Werbetreibenden?

Die Neuerungen betreffen grundsätzlich jeden, der über Google Shopping seine Anzeigen platziert. Selbst wenn keine Änderungen vorgenommen werden, hat dies Einfluss auf die Performance der Kampagnen.

Dies liegt daran, dass Google ca. 20% des abgegebenen Maximalgebots als Marge einbehält. Sind Sie beispielsweise bereit, ein maximales Gebot in Höhe von 1 € abzugeben, so gehen Sie mit nur 80 Cent in die Auktion um die Anzeigenplätze in der Google Suche.

Durch die Nutzung eines CSS Partners gehen Sie stattdessen mit dem vollen Gebot in die Auktion. Diese Marge fällt dort weg und statt nur 80 Cent bieten Sie 1 €.  Bei gleichen Geboten können somit deutlich mehr Auktionen gewonnen werden und der Traffic dadurch deutlich gesteigert werden. Lediglich die Preisvergleichsseite ist nun erkennbar, über welche Sie Ihre Anzeigen platzieren (s.o., z.B. smec oder Periscopix).

# Welche Möglichkeiten habe ich als Werbetreibender?

Es gibt insgesamt drei Möglichkeiten, wie Sie als Werbetreibender vorgehen können. Zum einen können Sie nichts ändern und bei Google Shopping bleiben. Hier müssen Sie allerdings mit Performance-Verlusten rechnen. Dies liegt an den 20 % niedrigeren Klickpreisen, mit denen Sie in eine Auktion gehen. Natürlich können Sie Ihre Gebote dementsprechend erhöhen, um weiterhin so präsent zu sein wie bisher, dann steigen allerdings auch die Kosten. Bei den Anzeigen an sich ändert sich jedoch nichts, sie funktionieren weiterhin so, wie gehabt.

Zum anderen können Sie jedoch parallel zur vorhandenen Shopping Kampagne eine weitere Kampagne erstellen, die dann mit einem Google CSS Partner funktioniert. Da das CSS Programm nur die Gebote in der Google Suche betrifft, können nun unterschiedliche Gebote abgegeben werden: Normale Gebote in der Google Suche mittels CSS Account und niedrigere Gebote im Google Shopping Tab mittels der bereits vorhandenen klassischen Shopping-Kampagne. Hier entsteht allerdings ein größerer Aufwand und Gebote müssen unterschiedlich abgegeben und angepasst werden.

Bei der dritten Möglichkeit wechseln Sie komplett zu CSS. Hier bleibt der Aufwand und das Kampagnen-Setup exakt so wie gehabt – bei Nutzung aller Vorteile von CSS.

# Fazit

Das Wechseln zu CSS Shopping kann durchaus eine Performance-Steigerung mit sich ziehen. Bis zu 20 % der Kosten können eingespart werden – bei gleichbleibenden Klickzahlen. Wichtig bei CSS ist, dass Sie keine beschränkten Budgets haben. Insgesamt bietet die Migration zu CSS eine gute Möglichkeit, bei Google Shopping weiterhin präsent zu sein und keine Nachteile zu erhalten.