Google Analytics & Google Ads kombinieren: Zielgruppen anlegen und gezielt ansprechen!

vonMarcel Entrup, Philipp Steiger & Jonas Hengsbach
In diesem Magazinbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie benutzerdefinierte Zielgruppen bei Analytics anlegen, diese definieren und mit Google Ads diese Zielgruppen nutzen können, um noch mehr Potential aus Ihren Google Ads Kampagnen zu schaffen.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Google Analytics und Google Ads miteinander kombinieren können. Eine Möglichkeit ist hierbei eine von Ihnen definierte, genaue Zielgruppenansprache.

# Doch was bringt das? Welchen Vorteil haben wir hierdurch?

Sind Google Ads und Analytics vollständig miteinander verknüpft, so können Sie hier Zielvorhaben anlegen. Diese können beispielsweise sein, wie lange sich Nutzer auf Ihrer Website aufhalten, wie viele Seiten Sie dort besuchen oder welche genauen Seiten Sie besucht haben – oder eben nicht. Für diese Nutzer können Sie dann bei Google Ads Gebotsanpassungen abgeben.

So können Sie für Nutzer, die bereits viel mit Ihrer Website interagiert haben, mehr Geld ausgeben als für Nutzer, die nur wenig mit Ihrer Website interagiert haben, da diese potentiell wertvoller sind. Eine beliebte Zielgruppe sind die Warenkorb-Abbrecher. Die Nutzer haben sich bereits für mindestens eins Ihrer Produkte interessiert und in den Warenkorb gelegt. Aufgrund verschiedener Faktoren haben sie den Kauf jedoch nicht abgeschlossen und Ihren Shop verlassen. Beispielsweise diese Nutzer können Sie in den nächsten Tagen mit höheren Geboten erneut ansprechen, da die Conversion-Wahrscheinlichkeit bei diesen Nutzern deutlich höher ist als bei Nutzern, die Ihren Shop noch gar nicht besucht haben. Auch können Sie für Nutzer, die bereits Kunde bei Ihnen sind und den Bestellvorgang abgeschlossen haben, eine höhere Gebotsanpassung abgeben, um diese Kunden nicht zu verlieren und zu binden.

Das Einrichten und Definieren dieser Zielgruppen können Sie bei Google Analytics in den Einstellungen in der Datenansicht unter Zielvorhaben vornehmen. Legen Sie dort ein neues Zielvorhaben an und definieren Sie es. Dies kann zum Beispiel sein, dass Sie in dieser Liste alle Nutzer sammeln, die sich länger als 10 Minuten auf Ihrer Website aufgehalten haben.

Insgesamt gibt es vier verschiedene Typen von Zielvorhaben:

  1. Dauer: Hier kann eine Zeitspanne definiert werden, wie lange sich der jeweilige Nutzer auf Ihrer Seite aufhält (bspw. länger als 10 Minuten).
  2. Seiten/Bildschirme pro Sitzung: Hier können Nutzer definiert werden, die eine bestimmte Anzahl an Seiten auf der jeweiligen Website besucht haben.
  3. Ereignis: Spezielle Aktivitäten der Nutzer, wie zum Beispiel das Anklicken eines Buttons, eines Videos oder ein Download einer Datei
  4. Ziel: Hier wird der Aufruf (oder Nicht-Aufruf) einer Seite erfasst. So können beispielsweise Warenkorbabbrecher definiert werden, die zwar den Warenkorb besucht haben, den Bestellabschluss aber nicht vollständig abgeschlossen haben.

Haben Sie eines dieser Zielvorhaben erfolgreich definiert, so wechseln Sie in Google Analytics in die Property-Ebene auf Zielgruppendefinitionen und legen Sie hier eine neue Zielgruppe mit genau diesem Zielvorhaben an. Achten Sie darauf, dass Sie anschließend das richtige Google Ads Konto auswählen, mit dem Sie diese Zielgruppen verknüpfen.

Haben Sie mehrere Zielgruppen und Zielvorhaben in Google Analytics angelegt, so können Sie zu Google Ads wechseln. Hier gehen Sie in den Tools zur Zielgruppenverwaltung. Dort sollten nun Ihre angelegten Zielgruppen aufgelistet sein.

 

 

# Für welche Kampagnen ist die gezielte Ansprache sinnvoll?

Grundsätzlich ist es bei allen Kampagnen im Bereich des Suchnetzwerks, des Displaynetzwerks und bei Google Shopping sowie bei YouTube-Werbevideos gleichermaßen möglich, für diese Zielgruppen Gebotsanpassungen abzugeben.

Gerade Google Shopping bietet hier eine gute Möglichkeit, Kunden zu gewinnen. Für die wertvollen Nutzer, die bereits lange mit Ihrer Website interagiert haben oder viele Seiten dort aufgerufen haben, können Sie beispielsweise die höchste Gebotsanpassung abgeben.

Auch können Sie die angesprochenen Warenkorb-Abbrecher definieren und zum Beispiel eine Kampagne nur für diese Nutzer erstellen um diese erneut anzusprechen und auf sich aufmerksam zu machen.

# Fazit

Google Analytics und Google Ads können insgesamt sehr gut miteinander kombiniert werden und die Zielgruppenansprache bietet hier eine hervorragende Möglichkeit, potentiell wertvollere Kunden besser oder ggf. nochmal anzusprechen.

Diese Zielgruppen sind leicht und schnell zu erstellen und dieses Potenzial sollte in jedem Fall beachtet werden. Auch für kleinere Kunden kann diese Möglichkeit sehr gut genutzt werden.