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Clubhouse: Mega-Hype um die neue Social Media App

vonLisa Volpert
„Clubhouse“ - Was sich anhört wie das neueste DJ-Mashup, ist DIE neue Social-Media App, an der man seit Tagen nicht mehr vorbei kommt. Aber was ist Clubhouse überhaupt, wo kommt es her und was kann die App? Das haben wir für euch hier kurz und knapp zusammengefasst.

Was ist Clubhouse?

Clubhouse ist eine reine Audio-Plattform und funktioniert mit sogenannten Rooms innerhalb der App. Die Rooms basieren auf den Interessen, die du beim Betreten des Clubs auswählen kannst.

Bei Clubhouse gibt es nichts zu sehen, lesen oder liken im Vergleich zu anderen beliebten Social Media Apps wie Instagram, Twitter, TikTok, Facebook & Co., die alle schrift- und bildbasiert sind. Clubhouse setzt hingegen voll auf Online-Kommunikation. Hier wird miteinander geredet, live und ohne Bild. Man kann sich Clubhouse als eine Art interaktiven Live-Podcast vorstellen oder als virtuelle Onlinekonferenz, bei der manche über das Mikro als Moderator und Redner fungieren und die anderen als Zuhörer lauschen können.

Der Moderator, der meist auch Admin des Rooms ist, kann dabei entscheiden, wer nur Rechte zum Zuhören hat und wer auch selber Wortbeiträge zum Thema beitragen kann.

Wie funktioniert Clubhouse?

Bisher ist die App nur für iOS erhältlich und stand letzte Woche auf Platz zwei der in Deutschland am häufigsten geladenen Gratis-Apps bei iPhone Nutzern. Um Zugang zu den Inhalten zu bekommen, benötigt man derzeit jedoch noch eine Einladung. Diese kann von bereits registrierten Mitgliedern des „Clubs“ als Link an jeweils zwei weitere Leute versendet werden.

In der App gibt es verschiedene Rooms, die jeweils zu bestimmten Themen nach deinen individuellen Interessen angelegt sind. Diese Rooms können öffentlich sein oder auf privat gestellt werden.

Wie bereits von Videochat-Systemen bekannt, hat auch Clubhouse Funktionen wie „Hand heben“ um eine Wortmeldung anzukündigen. Zurzeit ist es noch so, dass viele zuhören, wenige sprechen. Daher kommt schnell der Eindruck eines Live-Podcasts zustande.

Je aktiver du als Host bist, desto mehr Benefits erhältst du und hast die Möglichkeit, mehr Leute einzuladen.

Erste Schritte in der Clubhouse App

Eigenen Room erstellen

Als Host zu fungieren und einen eigenen Room zu erstellen ist in ein paar wenigen Schritten geschafft. In der App findet ihr am unteren Bildrand den Button „Start a room“. Es öffnet sich eine Maske, in der du zwischen „Open“, „Social“ und „Closed“ wählen kannst. Drückst du auf „Open“ erscheint die Maske „Add a topic“, in der du deinem Room einen Namen und eine Beschreibung geben kannst. Mit Wählen von „Set Topic“ ist dein Room erstellt und du kannst diesen nun auf öffentlich oder privat stellen. Hast du einen privaten Room, kannst du andere Nutzer zu diesem hinzufügen/einladen. Hast du einen öffentlichen Room erstellt, können Nutzer diesen nun über die Suchfunktion in der App finden und sich anschließen.

Clubhouse vs. DSGVO – Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Um die Funktionen von Clubhouse zu verwenden, muss der App der Zugriff auf das Telefonbuch samt Mobilfunknummern aller Kontakte gegeben werden. Bisher ist bekannt, dass Clubhouse mit den Kontakten aus dem Telefonbuch, welche die App nicht benutzen, Schattenprofile anlegt. Auch gibt es bisher noch keine Option seine Daten zu verwalten bzw. seinen Account wieder zu löschen. Wer das möchte, muss eine E-Mail schreiben. Andere Nutzer können auf deinem Profil auch sehen, wer dich eingeladen hat und Gespräche innerhalb der Rooms werden aufgezeichnet. Zusammengefasst bewegt sich Clubhouse derzeit datenschutzmäßig in einer Grauzone. Was den Hype um die App jedoch nicht aufhält. Doch wo kommt dieser Hype eigentlich her?

Fazit – Woher kommt der Hype um Clubhouse?

Das man derzeit nur über einen Einladungslink Clubhouse beitreten kann, ist nicht nur eine gute Marketingstrategie, sondern erweckt auch den Eindruck eines elitären Clubs. Da auch bereits bekannte Personen in der App vertreten sind, wächst natürlich das Interesse und macht die App für sehr Viele interessant. Der Mix aus Podcast, Geschichten und einer Art E-Learning trägt auch seinen Teil zum aktuellen Hype bei. Das Konzept und der Grundgedanke, dass Menschen zusammenfinden und frei miteinander sprechen können, stößt bei vielen Leuten, vielleicht auch gerade in Zeiten der Isolation, auf offene Ohren und erklärt wohl auch den derzeitigen Erfolg der App.

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